Der Blick auf die letzten Monate zeigt: Eine Anlagestrategie sollte nicht nur auf ein einziges Szenario ausgerichtet sein – das gilt besonders wegen Donald Trump. Seine zweite Amtszeit ist geprägt von ständigen Turbulenzen. Die Finanzmärkte reagieren direkt auf die Ereignisse, wie etwa seine Drohungen im Januar, Grönland zu annektieren, oder die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Februar, dass seine Zölle unrechtmäßig waren.
Im März eskalierte der Konflikt zwischen den USA/Israel und dem Iran, was die Märkte erschütterte. Die Blockade der Straße von Hormus führte zu einem Anstieg der Ölpreise und beeinträchtigte globale Lieferketten. Die steigenden Rohstoffpreise belasteten die Wirtschaft und drückten Aktienkurse. Trotz der anfänglichen Schwäche des US-Dollars hat sich dessen Kurs im Chaos um den Iran wieder erholt – das „Sichere-Hafen-Paradox“: In Krisenzeiten kaufen Investoren mehr US-Dollar. Auch der Goldpreis schwankte stark, fiel dann aber als liquides Mittel in Krisenzeiten.
Die Situation im Nahen Osten bleibt ungewiss. Die US-Politik könnte zu einer Eskalation führen oder zu einem fragilen Frieden, aber der Druck von Rohstoffpreisen, Inflation und den US-Wählern könnte als Korrektiv wirken.
Eine auf ein einziges Szenario fokussierte Anlagestrategie ist riskant. Diversifikation und solide, gut bewertete Anlagen bieten Schutz vor langfristigen Vermögensverlusten. Aktien von stabilen Unternehmen haben durch kurzfristige Enttäuschungen an Wert verloren, bieten aber Potenzial für Erholung. Anleihen bieten für defensive Strategien inzwischen wieder eine attraktive Rendite, und Gold bleibt ein stabiler Baustein für ein gut diversifiziertes Portfolio in unsicheren Zeiten.
Die für Ihr Depot passende Strategie besprechen wir gern mit Ihnen persönlich – kommen Sie jederzeit auf uns zu, um einen Gesprächstermin abzustimmen.